Die Berufung (Ausbildung) zum Fischwirt: 

 Gleich vorweg, reich wird man als Fischer nicht, aber eines kommt nie zu kurz, der Spaß an der Arbeit.  

Fischwirte gelten in der Berufsschule, die sie in Form von Blockunterricht besuchen, als Besonderheit, denn in den Pausen geht es nicht um die üblichen Freizeitthemen, es geht auch hier meist um Fisch. Es muss an der Tatsache liegen, dass der Beruf des Fischwirtes oft auch etwas mit dem Hobby zu tun hat. Nicht selten ist ein Aquarium im heimischen Zimmer oder der Angelschein der Grund, sich für eine Ausbildung zu interessieren. Wenn zu dem Faible für Fisch noch Naturnähe, Bodenständigkeit und die Affinität zur Technik hinzukommt, könnte es die richtige Ausbildung oder sogar schon Berufung sein. 

 

Fischwirt Berufsausbildung

Die Berufung (Ausbildung) zum Fischwirt: 

 Gleich vorweg, reich wird man als Fischer nicht, aber eines kommt nie zu kurz, der Spaß an der Arbeit.  

Fischwirte gelten in der Berufsschule, die sie in Form von Blockunterricht besuchen, als Besonderheit, denn in den Pausen geht es nicht um die üblichen Freizeitthemen, es geht auch hier meist um Fisch. Es muss an der Tatsache liegen, dass der Beruf des Fischwirtes oft auch etwas mit dem Hobby zu tun hat. Nicht selten ist ein Aquarium im heimischen Zimmer oder der Angelschein der Grund, sich für eine Ausbildung zu interessieren. Wenn zu dem Faible für Fisch noch Naturnähe, Bodenständigkeit und die Affinität zur Technik hinzukommt, könnte es die richtige Ausbildung oder sogar schon Berufung sein. 

Was man vorab wissen muss: 

Die Ausbildung zum Fischwirt/ zur Fischwirtin ist eine staatlich anerkannte duale Berufsausbildung in Deutschland und dauert in der Regel drei Jahre. Erweitert wird sie mit überbetrieblichen Ausbildungen, die spezielle Fertigkeiten vermitteln. Die Ausbildung ist für alle Betriebsarten gleich, d.h. der Fluss- und Seenfischer lernt auch, wie Kreislauftechnologie funktioniert, der Teichwirt lernt, wie mit einer Reuse, z.B. im Steinhuder Meer, erfolgreich gefischt wird.  

Kurz: Es wird nicht langweilig und es gibt nach der Ausbildung genug Gelegenheiten, in denen man sein Wissen und seine Stärken ausbauen kann. Grundsätzlich kann jeder, unabhängig von einem Abschluss an einer allgemeinbildenden Schule den Beruf erlernen, ein vorhandener Schulabschluss erleichtert aber die Ausbildung. 

Ausbildungsinhalte, die Grundlage für später: 

Die Grundlagen gelten für alle Bereiche, mit Ausnahme der Küstenfischerei. 

  • Kenntnisse über verschiedene Fischarten, Krebstiere und Muscheln 
  • Verständnis für den Lebensraum Wasser mit dem Ziel Wissen über biologische und chemische Zusammenhänge zu erlangen. 
  • Aufzucht von Fischen, Krebstieren und Muscheln in all ihren Entwicklungsstadien unter Einhaltung optimaler Bedingungen  
  • Herstellung, Wartung und Reparatur von Fanggeräten, fischereilichen Anlagen und für den Betrieb notwendigen Maschinen und Geräten 
  • Verarbeitung und Vermarktung von Fischen und Fischereierzeugnissen 
  • Einhaltung von Rechts- und Hygienevorschriften und Qualitätsstandards 
  • Fütterung und Überwachung der Tiere, deren Gesundheit und Einhaltung von Hygienestandards 
  • Einhaltung von Fischereigesetzen und -vorschriften 
  • Dokumentation von Arbeitsabläufen und Bestandszahlen 
  • Kundenorientierung, Marketing, Kommunikation und Information 

 

Fischwirt Berufsausbildung

Berufsschulen und die Prüfungen? 

Berufsschule findet im Blockunterricht statt, d.h. man besucht den Unterricht in Zeitblöcken von 1-3 Wochen. Ein Internat zur Unterbringung und Versorgung der Schüler ist meist angegliedert.  

Standorte sind derzeit in Bayern/Starnberg, NRW/Albaum, Niedersachsen/Nienburg und Sachsen/Königswartha. Ausbildungsbetriebe aus anderen Bundesländern, haben freie Schulwahl. In Hessen favorisiert man häufig der Standort Niedersachsen/Nienburg. 

Bei den Prüfungen gibt es nach dem 2. Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung, in der bereits erlernte Fähigkeiten abgefragt und mögliche Defizite aufgezeigt werden können. Nach der Ausbildungszeit von drei Jahren (mit Hochschulreife zwei Jahre) erfolgt die Abschlussprüfung nach der man die Berufsbezeichnung Fischwirt/Fischwirtin führen darf. Bundesweit werden rund 200 Fischwirte ausgebildet, inklusive der Küstenfischerei, Tendenz leider fallend. 

Was sollte man zusammenfassend mitbringen? 

  • Interesse an Wassertieren, Fischen, Natur und Umwelt 
  • Gute Beobachtungsgabe 
  • Handwerkliches Geschick 
  • Technisches Verständnis 
  • Einfaches kaufmännisches Verständnis 
  • Kenntnisse in Biologie und Ökologie 
  • Verantwortungsbewusstsein (man arbeitet mit lebenden Tieren) 
  • Teamfähigkeit 
  • Körperliche Fitness und Bereitschaft bei (fast) jeder Wetterlage zu arbeiten 

Was kommt nach der Ausbildung: 

Hat man die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden, stehen alle Türen offen, denn auch wenn es eine überschaubare Anzahl an Betrieben in Deutschland gibt, ausgewiesene Experten sind immer gerne gesehen, auch international.  

Es ist der Einstieg in eine abwechslungsreiche, professionelle Arbeit. Die Vielfältigkeit der Fischerei bietet die Möglichkeit, seine Interessen und Fähigkeiten in den unterschiedlichen Betriebsformen gezielt einzubringen. Wer Technik mag, ist in der Aquakultursparte gut aufgehoben, Kreislauftechnologie mit Filtertechnik, Computerüberwachung und -steuerung und die Zucht von warmwasserliebenden z.T. exotischen Arten bilden hier den Fokus. Etwas mehr Natur und Wetter bietet dagegen die Teichwirtschaft und Binnenfischerei. Hier liegt der Fokus in der Arbeit mit der Natur im Wechsel der Jahreszeiten, die klassischen Karpfen- und Forellenteichwirtschaften, aber genauso die Teilkreislaufanlagen für Forellen. Wer es absolut natürlich möchte, der wählt die Fluss- und Seenfischerei oder die Küstenfischerei, hier wird gefangen, was die Natur bietet.  

Aber auch in Bereichen, die nur indirekt mit Fischerei zu tun haben finden sich Jobs. Fischereiverbände, Verwaltungen und Fischforschungsstellen bieten interessante Tätigkeiten. 

Fazit: 

Das Berufsbild Fischwirt/Fischwirtin bietet viel Abwechslung, denn die zukünftigen Herausforderungen bzgl. Klimawandel und Wasserknappheit und die Ansprüche der Verbraucher bzgl. Tierwohl, Naturschutz und Umweltverschmutzung sind groß. Die Anzahl der Aquakulturbetriebe ist in den letzten Jahren zwar deutlich zurückgegangen, aber die Nachfrage nach Fisch weltweit steigt. 

Die Zukunft hängt davon ab, ob es gelingt, nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Produktionsmethoden zu entwickeln, dafür braucht es Experten, die vor allem eines mitbringen sollten – Leidenschaft. 

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